Wann kommt das „Viagra für die Frau“ auf den Markt?

 

Seit mittlerweile mehr als 15 Jahren gibt es Viagra, die Potenzpille für den Mann aus dem Hause Pfizer. Es dauerte seinerzeit nicht lange, bis dieses Mittel zu Weltruhm gelangte. Die Verkaufszahlen schnellten in die Höhe, der Blockbuster-Status war nur eine Frage der Zeit. Mittlerweile ist die blaue Pille in Rautenform zu einem Symbol für die Manneskraft geworden. Seit einiger Zeit warten aber auch die Frauen gespannt auf ihr Viagra. Ein Medikament für sie, das einen ähnlichen Hype mit sich bringt, ist bislang noch nicht auf dem Markt.

Doch was tun Frauen, die ihrerseits an sexuellen Funktionsstörungen leiden? Denn schließlich sind nicht nur Männer die einzig Leidgeplagten. Natürlich ist ein geregeltes und gutes Sexualleben auch für Frauen sehr wichtig. Im Folgenden werden zwei Präparate vorgestellt: Lovegra und Lybrido. Letzteres ist noch nicht auf dem Markt, wird jedoch bereits schon jetzt mit Spannung erwartet.

Was ist Lovegra?

Lovegra ist ein Präparat, welches auf den bereits bei Männern nachgewiesenen Effekt von Sildenafil setzt. Sildenafil ist in Viagra enthalten und sorgt bei Männern unter anderem für einen erhöhten Blutfluss Richtung Penis. Dadurch wird die Erektionsfähigkeit verbessert. Lovegra soll einen ähnlichen Effekt erzielen. Durch die gesteigerte Durchblutung der weiblichen Geschlechtsorgane soll die Lust auf Sex gesteigert werden. Außerdem soll es eben wegen jener verstärkten Durchblutung zu einer erhöhten Empfindlichkeit kommen, wodurch die Fähigkeit, einen Orgasmus zu bekommen, verbessert werden soll. Orgasmusschwierigkeiten und Unlust zählen zu den verschiedenen Formen der sexuellen Funktionsstörungen bei der Frau.

Was ist Lybrido?

Lybrido ist ein Präparat, welches sich aktuell noch in der Testphase befindet. Mit einer Markteinführung sei vor dem Jahr 2016 nicht zu rechnen, auch wenn einige Tests schon positiv verlaufen sein sollen. Anders als Lovegra, welches die Durchblutung in den weiblichen Geschlechtsorganen anregen soll, setzt Lybrido im Gehirn, der Schaltzentrale, an. Durch die Einnahme soll es zu einer erhöhten Ausschüttung des Glückshormons Dopamin kommen. Dadurch wiederum sollen mögliche Blockaden gelöst werden, die möglicherweise für sexuelle Unlust oder Orgasmusschwierigkeiten verantwörtlich sein könnten. Allerdings muss eine generelle Lust auf den Partner bestehen, da das Präparat ansonsten wirkungslos ist. Lybrido wurde vom Niederländer Adriaan Tuiten entwickelt.

Sexuelle Funktionsstörungen der Frau

Die sexuellen Funktionsstörungen der Frau können sich in verschiedenen Beschwerdebildern zeigen. Wie bereits erwähnt, kann eine generelle Unlust vorliegen, hinzu kommen Schwierigkeiten, einen Orgasmus zu empfinden. Außerdem kann es beim Sex zu einem unbehaglichen Gefühl oder sogar zu Schmerzen kommen.

Die Gründe hierfür können ebenso verschieden sein. So könnten zum Beispiel hormonelle Ursachen eine Rolle spielen. Liegt ein entsprechender Verdacht vor, sollte eine Untersuchung bei einem Facharzt erfolgen. Stellt dieser eine Abweichung fest, kann diese zum Beispiel mit einem Medikament wieder ausgeglichen werden. Auch können psychische Gründe die sexuellen Funktionsstörungen begünstigen. In diesem Fall kann auch eine Gesprächstherapie beim Psychologen Sinn machen. Dieser fördert dann in den Gesprächen mögliche Traumata oder oder Blockaden hervor, die eine solche Funktionsstörung ebenfalls negativ beeinflussen können. Sowohl für Männer als auch für Frauen gilt eine Regel: Sollten die Beschwerden stärkerer Natur sein oder über einen längeren Zeitraum anhalten, ist ein Arztbesuch Pflicht.