Probleme beim Sex?

 

Probleme beim Sex

Probleme beim Sex sind längst nicht mehr geschlechtsbezogen. Die Zeiten, als die Migräne nur durch die Regel unterbrochen wurde, sind längst vorbei. Ist es der Emanzipation zu verdanken, dass Frauen sagen: Ich bin jetzt knappe 40, habe 2 Kinder und mein Sexualleben soll noch nicht vorbei sein? Ich will Sex haben?“ Noch vor 30 Jahren wären schon allein Gedanken dieser Art völlig abwegig gewesen. Der Arbeitsalltag von Mann wie Frau wird immer stressiger, immer anspruchsvoller. Für viele bedeutet abends nach Hause zu kommen, einfach nur etwas zu schlafen, um am nächsten Tag wieder durchstarten zu können. Sex und teilweise sogar die Liebe bleibt dabei völlig auf der Strecke. „Klar, ich bin verheiratet!“ aber wissen Sie, wie Ihre Frau aussieht? An die Augenfarbe und die Frisur können sich die meisten erinnern, aber wie sieht es mit Klamotten und Schmuck aus? Was trägt Ihre Frau? Sehen Sie, das sind die Anfänge der Probleme beim Sex.

Fehlende Aufmerksamkeit. Probleme beim Sex können in zwei Bereiche eingeteilt werden. Die Unlust wird als Frigidität bezeichnet, die Unfähigkeit als Impotenz – und ja, das gibt es auch in der Damenwelt (s. Lovegra ).

Frigidität

Die Frigidität hat viele Gesichter. In den letzten Artikeln sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass Sex nicht nur einen angenehmen Zeitvertreib darstellt, sondern auch aus evolutionärer Sicht so ziemlich die beste körperliche Betätigung darstellt, du uns als Homo-Sapiens-Sapiens abverlangt wird. Wer keine Lust auf Sex hat, hat dafür seine (oder ihre) Gründe. Zum einen liegen diese wirklich und wahrhaftig in unserem Bedürfnis nach Erholung. Auch wenn die körperlichen Anstrengungen in einem modernen Businessalltag bei Weitem nicht mehr mit der Schinderei vergangener Jahrzehnte gleichzusetzen sind, wird ständig mehr von uns verlangt. Ständige Bereitschaft ist nur einer der wenigen Flüche der modernen Gesellschaft. Back to the roots, ein paar Tage im Wald sind keine Notwendigkeit mehr, um von A nach B zu kommen – sondern ein Abenteuerurlaub, der für teures Geld als Selbstfindungskurs angeboten wird! So weit sind wir schon! Die Leute zahlen dafür, um sich in den Wald zu hocken! Neben der „mentalen Belastung“ spielen in die Unlust auf Sex schlechte Erfahrungen oder Missfallen hinein. Auch das war früher nicht der Fall, denn Schönheitsideale waren nicht allgegenwärtig. Heute, wohin man schaut, überall schwirren Männer mit Waschbrettbauch oder Frauen mit Topfigur durch die Gegend. Kein Wunder, dass wir uns trotz aller Freizügigkeit sogar vor unserem eigenen Lebensgefährten für unsere Speckröllchen schämen, die uns das letzte Weihnachten beschert hat. Probleme beim Sex rühren leider noch immer nicht selten von diesen falschen Schamgefühlen, die allerdings eine neue Ebene erreicht haben. Denn beim Sex sollte man sich doch möglichst ungezwungen geben, um ihn genießen zu können. Das geht leider nicht mit eingezogenem Bauch. Um diese Missstände zu beheben, bedarf es keiner Potenzmittel, sondern lediglich einiger netter Aufmerksamkeiten und Komplimente.

Impotenz

Potenzmittel können allerdings bei der großen Mehrheit der Probleme beim Sex helfen, die durch Impotenz bedingt sind. Diesen unschönen Begriff haben wir bereits ausführlich erklärt (s. Impotenz ), deshalb hier nur stichpunktartig die drei Unterkategorien der Impotenz: Zeugungsunfähigkeit, Orgasmusunfähigkeit und Erektionsunfähigkeit. Selbst bei der Impotenz sind mentale Einflüsse durchaus an der Entstehung der Probleme beim Sex beteiligt, in etlichen Fällen handelt es sich jedoch um körperliche Mängel, die durchaus im Laufe des Alters auftreten können. Der Großteil der unter Impotenz behandelten Fälle betrifft die Erektionsunfähigkeit. Die sogenannte erektile Dysfunktion kann zwar seelische Ursachen haben, meistens handelt es sich dabei allerdings um eine bestimmte Stoffwechselstörung, die durch Potenzhilfen wie Viagra behoben werden kann. Ich versuche, den Vorgang völlig ohne chemische Bezeichnungen zu beschreiben. Diese finden Sie unter dem Text Viagra wieder, worin die exakten Wirkungsmechanismen beschrieben werden. Um eine Erektion zu erlangen, müssen bestimmte chemische Boten, von unserem Gehirn aus gesteuert, die Blutzufuhr in den Penis einleiten. Um einen schädigenden „Dauerständer“ zu vermeiden, hat es die Natur so eingerichtet, dass das erigierte Glied kein Sammelbehälter für das aufgestaute Blut ist, sondern es laufend durchgepumpt wird. Damit sind einige Mechanismen verbunden, welche die Erektion abklingen lassen. Die Kunst der Erektion ist es, das Gleichgewicht zwischen ständigem Aufrichten des Gliedes und dem automatischen Abschwellen zugunsten des ersten Zustandes zu verschieben. Potenzhilfen wie Viagra helfen dabei, indem sie den „Erschlaffungs-Automatismus“ hemmen. Richtig, Viagra wirkt nicht, indem es eine Erektion fördert, sondern indem es dabei hilft, dass die Erektion gehalten bzw. stärker ausgeprägt werden kann. Die damit verbundenen Probleme beim Sex können allerdings nur behoben werden, wenn die Stimulation vorhanden ist. Viagra hilft folglich nicht gegen Frigidität, nur gegen einen bestimmten Bereich der Impotenz.