Levitra ist die deutsche Antwort auf Viagra

 

Levitra

Levitra PotenzmittelLevitra ist die deutsche Antwort der Bayer AG auf die babyblaue Wunder Pille aus den USA, Viagra. Dabei ist an Levitra genauso wenig verwunderlich wie an dem Pionier der Potenzmittel, denn es ist schlicht und ergreifend ein PDE-5-Hemmer wie Viagra selbst oder die ebenfalls wirksame Alternative Cialis. Das bedeutet, Levitra bekämpft die körperliche Impotenz, nicht die Unlust. Um es auf den Punkt zu bringen, Levitra ist kein Potenzmittel, das man dem erschöpften Göttergatten ins Abendessen mogelt, um sich hernach auf wilden, ungezügelten Sex zu freuen. Dazu kann es durch die Einnahme Levitras zwar durchaus kommen, allerdings müssen dazu noch andere Register gezogen werden.

Levitra wirkt wie seine beiden Kollegen gegen eine stoffwechselbedingte Impotenz, die ihren Überbegriff in der erektilen Dysfunktion gefunden hat. Entweder sind Betroffene durch einen genetischen Defekt, externe Eingriffe oder durch schleichende Veralterung (Entschuldigung für diese unschöne Bezeichnung) nicht in der Lage, eine Erektion aufzubauen.

Die Wirkungsweise Levitras

Wir wollen an dieser Stelle nicht tiefer ins Detail und vermeiden es, mit chemischen Bezeichnungen wie zyklische Guanosinmonophosphate oder Phosphodiesterasen um uns zu werfen. Dennoch versuchen wir, den Ablauf einer Erektion und die Wirkung des Potenzmittels anhand eines plastischen Beispiels zu beschreiben. Stellen Sie sich vor, der Penis wäre ein Wasserschlauch, der am Wasserhahn angeschlossen, schlaff herunterhängt. Durch eine mentale Stimulation kommt der Prozess der Erektion in Gang, der Wasserhahn wird aufgedreht (die Düse bleibt allerdings geschlossen). Durch das einströmende Wasser dehnt sich der Schlauch geringfügig aus, hat keine Expansionsmöglichkeit mehr und wird durch den Wasserdruck hart und steif. Sie sehen, das Beispiel ist gar nicht so schlecht gewählt. Damit das Wasser im Schlauch nicht zu stocken anfängt, versucht der Hausmeister, den Wasserhahn ständig zuzudrehen, denn nur wenn der nachströmende Druck nachlässt, kann das darin befindliche Blut (respektive Wasser) wieder ausströmen. Der Gärtner möchte allerdings den Druck aufrechterhalten und so kommt es zu einem ständigen Auf- und Zudrehen des Wasserhahns. Bei der Erektion ist es dasselbe. Das Blut strömt in den Penis ein und bestimmte Stoffgruppen (die PDE-5er) versuchen, die Erektion aus gesundheitlichen Gründen abzubauen. Dadurch müssen ständig neue Enzyme gebildet werden, wenn die Erektion gehalten werden soll. Im Falle der erektilen Dysfunktion kann die Ursache der Impotenz daran liegen, dass das Glied nicht so schnell aufgebaut werden kann, wie es abgebaut wird. Der Gärtner ist schwächer als der Hausmeister und er wird keinen Druck in seinem Wasserschlauch aufbauen können, somit auch keine Pflanzen gießen. Betroffenen können keine oder lediglich eine ungenügende Erektion aufbauen und damit keinen Geschlechtsakt vollführen. Levitra wirkt, indem es auf dieses Gleichgewicht Druck ausübt. Dazu gibt es logischerweise zwei Möglichkeiten: Das Potenzmittel kann den Gärtner mehr Kraft verleihen oder sie dem Hausmeister wegnehmen. Da dieses Potenzmittel in die Gruppe der PDE-5-Hemmer gehört, beschränkt es sich auf die zweite Variante, es hemmt den Abbau der Erektion. Dadurch sind geringere Mengen des aufbauenden cGMPs notwendig, um eine taugliche Erektion zu bilden. Streng genommen dürfte das Potenzmittel nicht als Erektionshilfe, sondern als Erektionsbewahrer bezeichnet werden, aber das ginge wohl ein wenig zu weit.

Eigenschaften Levitras

Levitras Erfolg wird von dem Wirkstoff Vardenafil verursacht. Es hört sich nicht nur so ähnlich an wie das Sildenafil Viagras, es ist auch so ähnlich. Das heißt, es ist ebenfalls ein PDE-5-Hemmer mit blutdrucksenkenden Eigenschaften. Der größte Unterschied zu Viagra ist jedoch die Konzentration des Wirkstoffes und die Dauer der Verfügbarkeit in unserem Körper. Levitra ist in der Dosierung eher mit Cialis gleichzusetzen als mit Viagra. Sowohl das in Levitra enthaltene Vardenafil wie auch das Tadalafil aus Cialis wird lediglich in 5mg-, 10mg- und 20mg-Dosierungen angeboten. Der Effekt des Wirkstoffes ist also im Vergleich zu Viagra sehr hoch einzuschätzen, was die Gefahr bei Überdosierungen durch ungenaue Nachahmungen ebenfalls ansteigen lässt. Die Wirkung des Potenzmittels von Bayer beginnt etwa nach einer halben Stunde und kann bis zu 10 Stunden abgerufen werden. Ein idealer Mittelweg zwischen Viagra (4 Std.) und Cialis (bis zu 36 Std.). Somit soll vermieden werden, dass das Medikament gegen Impotenz durch eventuelle Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten nicht zum Einsatz kommen kann. Wird Levitra beispielsweise täglich eingenommen, bleiben noch immer 14 Stunden, in denen der Körper zum größten Teil frei von Vardenafil ist und das Potenzmittel folglich zu diesem Zeitpunkt keine Unverträglichkeit hervorrufen kann. Es wirkt jedoch lange genug, um abends vor dem Weggehen vorsorglich eingenommen zu werden.